Die lieben Auskunfteien…

Es gibt Unternehmen, von denen man gefühlt so gerade garnix mitbekommt, die aber eine unglaubliche Macht haben hier in Deutschland. Eines von diesen Unternehmen ist die SCHUFA. Da das Thema gerade auch so ein bisschen durch die Medien geistert und ich selbst auch mit der SCHUFA zu tun hatte, gibt’s dazu wieder Einiges aufzuschreiben…

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Warum ich kein WhatsApp benutze (Facebook-Profil hatte ich nie eins)

Als Anfang des Jahres WhatsApp von Facebook übernommen wurde (s. dazu z.B. Heise-Newsticker: Facebook kauft WhatsApp), habe ich das bei mir gelöscht und allen meinen Bekannten gesagt, dass ich es künftig nicht mehr verwende. Wer seither mit mir kommunizieren möchte, muss dazu halt althergebrachte SMS oder Threema verwenden, Emails schicken oder anrufen (ja, das geht auch heute tatsächlich noch!).

Verstanden hat diesen Schritt meinerseits aber kaum jemand. Immer wieder höre ich die gleichen Argumente:

  • „Was ich da drüber schicke ist doch uninteressant, das können die ruhig lesen.“
  • „WhatsApp ist praktisch, kostet quasi nix, und alle meine Bekannten sind da, warum soll ich was Anderes nehmen?“
  • „Glaubst Du wirklich, dass andere Messenger sicherer sind?“
  • usw…

Nachdem ich diese Diskussion regelmäßig führe, schreibe ich jetzt einfach mal hier hin, wie ich die Sache sehe:

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Verschlüsselung im Internet und der „Crypto-SuperGAU“

So, lange nix mehr geschrieben, aber jetzt wird’s doch mal wieder Zeit.

Der geneigte IT-Interessierte Leser hat vielleicht in den Medien was vom Crypto-SuperGAU namens Heartbleed gehört. Meiner Meinung nach ist das in den Nachrichten aber deutlich zu kurz gekommen, und die, mit denen ich bisher geredet habe, haben zwar vielleicht davon gehört, können den Umfang des Problems aber garnicht so recht umreißen…

Darum möchte ich hier mal erklären, was genau das Problem ist und welche Auswirkungen das Ganze hat. Dazu muss ich erstmal ein paar Begriffe klären:

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Tvheadend auf dem Raspberry Pi

Ja, jetzt hat’s auch mich erwischt: ich habe mir einen Raspberry Pi gekauft… Schuld daran ist mal wieder die c’t mit diesem Artikel: Fernseh-Bringdienst: TV-Server Tvheadend versorgt PCs und Mobilgeräte

Kurzfassung: Schließt man einen USB-Satelliten-Receiver (geht aber auch mit Kabeltunern oder DVB-T-Sticks) an den Raspberry Pi an, kann man mit geeigneter Software das Programm ins eigene Hausnetz streamen und so dann auf allen Laptops, PCs, Tablets und Smartphones anschauen. Die begrenzten Fähigkeiten des Raspi reichen dafür aus, weil das Bild auf dem Client dekodiert wird, der Raspi also wirklich nur die empfangenen digitalen Daten durchreichen muss. Das funktioniert auch mit Sendern, die keinen Livestream anbieten und/oder über Zattoo etc. nicht verfügbar sind, und auch, wenn die eigene Internetanbindung zu langsam ist für einen klötzchenfreien Stream. Wenn man noch eine Festplatte an den Raspi anschließt, kann man auch aufnehmen, was ich bis jetzt aber noch nicht probiert habe.

Zumindest das Fernsehbild-Streaming habe ich bei mir jetzt am laufen, und zu Dokumentationszwecken folgt hier eine Kurzfassung, wie es geht. Es gibt da nämlich ein paar Stolperfallen, auf die im c’t-Artikel nicht näher eingegangen wird…
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Anekdoten zum Koalitionsvertrag

Das Damokles-Schwert „GroKo“ schwebt ja über uns und wird, wenn bei der SPD-Mitgliederbefragung kein Wunder geschieht, demnächst auf uns herabregnen. Also ist es nicht uninteressant, was so alles im Koalitionsvertrag drinsteht, den CDU/CSU und SPD in wochenlanger Kleinarbeit ausgehandelt haben.

Wenn man als Otto Normalbürger da einen Blick reinwirft, verschwimmen einem aber schnell die Buchstaben vor den Augen. Wenig Konkretes, dafür viel Geschwurbel, ich hab’s recht schnell mit einem „bin ich wohl zu blöd für“ beiseite gelegt.

Aber zum Glück gibt es in den Tiefen des Internet ja jede Menge anderer Leute, die da mehr Enthusiasmus aufbringen. Was ganz Besonderes habe ich auf Telepolis gefunden: Koalitionsvertrag fast unleserlich schreiben die da. Weiterlesen

Es geht immer noch blöder… [Update]

Hachja… Es gibt diese grauen Novembertage, wo man im kunstlicht-geschwängerten Büro vor der Kiste sitzt, zum Fenster rausstarrt, und sich fragt, womit man das eigentlich alles verdient hat. Das Wetter ist scheiße, die Heizung geht nicht, die NSA dokumentiert alles, was jeder Bürger den lieben langen Tag so macht, und last but not least kriegen wir eine große Koalition, die unter Teflon-Angelique wieder 4 Jahre alles aussitzen wird, was ansteht. Und weil der Mensch und der Deutsche im Besonderen Veränderungen hasst, wird der sich noch drüber freuen, dass nix passiert. Jedenfalls, an einem Tag wie heute kommt man ins Grübeln. Da philosophiert man über die Welt und die Menschheit im Besonderen, und dann stolpert man auf einer harmlosen Newsseite über das hier:

Verwanzt versichert: Vom Fahrverhalten abhängiger Versicherungstarif bei S-Direkt

Fast hätte ich da achtlos drübergescrollt, hab’s mir dann aber doch genauer angesehen. Und da wurde mir wieder klar, dass wir wirklich jeden Scheiß verdient haben, der mit uns veranstaltet wird. Wenn man sich das mal durchliest, stellt man fest, dass das so dermassen bekloppt, bescheuert, unverfroren, hinterfotzig und armselig ist, dass mir da spontan die Adjektive ausgehen. Ich fasse das mal kurz zusammen: Weiterlesen

Bits und Bytes…

Zeit für einen ersten Computer-Grundlagenartikel…

Bits und Bytes sind ja heutzutage allgegenwärtig. Stellt sich die Frage, was es genau damit auf sich hat, und warum das offensichtlich für Computer so wichtig ist. Darauf möchte ich hier eingehen, und ein bisschen Klarheit schaffen im Wirrwarr um Gigabyte, kB und wie sie alle heißen. Auch für Leute, die das alles schon kennen, gibt es vielleicht was Neues am Ende. Es gibt nämlich auch so goldige Sachen wie „Kibibyte“ und dergleichen, auch dazu sage ich am Schluß was. Weiterlesen

Die Odyssee zum Ökostrom [Update 04.03.2014]

Eigentlich sollte ja alles ganz einfach sein. Meinereiner bezieht schon seit Ewigkeiten zuhause Ökostrom (man will ja sein grünes Gewissen ein bisschen beruhigen), und so sollte es natürlich auch im neuen Domizil sein. Also Zählernummer abgeschrieben, einen Preisvergleich konsultiert, der die unendlich vielen Tarife mit Vorkasse, begrenztem Kontingent und dubiosen Prämien, die erst nach x Jahren Vertragslaufzeit bezahlt werden, ausklammert, sowie was mit kurzer Vertragslaufzeit und zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien ausgewählt.

Antrag losgeschickt, und vom neuen Versorger kommt ein Briefchen, dass an meinem Wohnort der Grundversorger nicht eindeutig bestimmbar ist, das könne in der Gegend entweder E.On Bayern sein oder die REWAG. Den Vermieter konsultiert, der wusste nur „Wir hatten zuletzt einen Vertrag mit den Stadtwerken München“, was mir natürlich nicht weiterhilft. Also den Hausanschlußkasten beguggt, da dran steht weder E.On noch REWAG, sondern „OBAG“. Googlen ergibt, dass es die OBAG seit 2001 nicht mehr gibt, sie aber in der E.On Bayern AG aufgegangen ist. OK, dann wird das wohl der Grundversorger sein… Das schluckt der neue Lieferant, um sich dann wenig später wieder zu melden: Die Zählernummer sei bei E.On nicht bekannt, ob da vielleicht ein Zahlendreher vorliege? Telefonisch lässt sich dann klären, dass die gesuchte Zählernummer eine der anderen geschätzt 15 Nummern ist, die sie mal kreuz und quer mit und ohne Barcodes auf den Zähler gepappt haben. Damit geht’s dann, Stromversorgung läuft.

Bisher kein Drama, nur ein paar Startschwierigkeiten. Das Drama kommt jetzt: Weiterlesen